{"id":174,"date":"2020-11-12T19:48:08","date_gmt":"2020-11-12T18:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/?page_id=174"},"modified":"2020-11-12T20:00:45","modified_gmt":"2020-11-12T19:00:45","slug":"rheine-sein-sagenhaftes-umland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/es-war-einmal-in\/rheine-sein-sagenhaftes-umland\/","title":{"rendered":"Rheine &#038; sein sagenhaftes Umland"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-175\" src=\"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Ellipse-Rheine-100-pixel.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"99\" \/> Es war einmal in Rheine&#8230;<\/p>\n<p>Immer schon war hier durch die Flussschifffahrt auf der Ems, die Tuchmacherei, Salz- und Kalkvorkommen ein bedeutender Handelsplatz.<\/p>\n<p>Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wurde da gerne gepl\u00fcndert und gebrandschatzt.<\/p>\n<p>Doch bereits vor Urzeiten vergn\u00fcgten sich in <strong>Rheine<\/strong>s satten Auen gef\u00fcrchtete <strong>Riesen<\/strong>, die jedoch mit solcher List versteinert wurden, dass ein Herr Tolkien hier Anleihen f\u00fcr sein Mittelerde-Epos gemacht haben k\u00f6nnte&#8230;<\/p>\n<p>Auch die Grafen Arnold,\u00a0 Bernhard und Hake wollten sich 1457 an Rheines Wohlstand laben \u2013 als man den Ausruf \u201eJesses Marie, <strong>Stemwertsken<\/strong> up&#8217;n Thie!\u201c vernahm, war man schon \u00fcberrannt und wurde bitter geschr\u00f6pft.<\/p>\n<p>Als dann in sp\u00e4teren Jahren die Hessen Rheine belagerten, begehrten die Rheinenser richtig auf und man setzte sich mit eigenen Mitteln zur Wehr:<\/p>\n<p>Der einst st\u00e4ndig nach M\u00fcnster reisende Bote <strong>Veit<\/strong> schickte seinen <strong>Pudel<\/strong> alleine durch die Reihen der Belagerer in die Westfalenmetropole, auf dass er dem Bischof einen Brief \u00fcberbringe. So konnte Hilfe erfolgen und die Stadt vor\u00fcbergehend befreit werden.<\/p>\n<p>Die Hessen aber waren stur und kamen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Bei einem der Gefechte mit der Rheinenser B\u00fcrgerwehr, das einen ganzen Tag und eine Nacht andauerte, verbrannte einem wackeren B\u00e4ckersmann vermeintlich das Brot im Ofen. Da es allerdings auf niedriger Temperatur gegart war, konnte dem Siegeszug des <strong>Pumpernickel<\/strong>s nichts mehr im Wege stehen.<\/p>\n<p>Ein reicher Bauer aus Wadelheim hatte seine eigene Idee, Hab und Gut vor den r\u00e4uberischen Soldaten in Sicherheit zu bringen. Nur vergrub er seine Sch\u00e4tze im Erdreich der <strong>Pottwieske<\/strong> so gr\u00fcndlich, dass sie nach seinem Ableben nicht wiedergefunden werden konnten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-177 alignleft\" src=\"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Rheine-Saline-100-pixel.jpg\" alt=\"\" width=\"92\" height=\"100\" \/>Anderswo\u00a0 gibt es die Sage vom Rheingold; am Bannstromskolk stie\u00df man jedoch auf echtes <strong>Emssilber<\/strong> und sogar etwas Gold, was bei den gesch\u00e4ftst\u00fcchtigen Rheinensern zu gro\u00dfer Freude f\u00fchrte: hier witterte man schon eine lukrativere Einnahmequelle als die m\u00fchsame\u00a0 Salzgewinnung aus den Salinen.<\/p>\n<p>Das Handel-Treiben liegt einem hier eben im Blut, so dass ein reger Warenaustausch mit umliegenden D\u00f6rfern und St\u00e4dten, sowie den Holl\u00e4ndern an der Tagesordnung war. <strong>Wettringen<\/strong> war auf mancher Reise zum Markt nach Enschede eine beliebte Zwischenstation.<\/p>\n<p>Dass im benachbarten Ochtrup\u00a0 <strong>3<\/strong> geisterhafte <strong>Kr\u00e4hen<\/strong> auf einem Baum sitzen und kr\u00e4chzen, um immerw\u00e4hrend einen grausigen Mord zu gestehen, wurde einem Reisenden beim Aufenthalt in der Gaststube gerne zugeraunt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich soll es \u00fcbrigens auch in der <strong>Widau<\/strong>, dem von Gestr\u00fcpp durchsetzten Weidegebiet nahe Borghorst, zugehen:<\/p>\n<p>eine betr\u00fcgerische H\u00e4ndlerin muss dort als Gespenst f\u00fcr immer ihre Schandtaten lauthals beichten \u2013 dem Reisenden wird empfohlen, die Gegend Nachts zu meiden.<\/p>\n<p>Besser begibt man sich da in Richtung Hopsten, das bekanntlich schneller zu erreichen ist als Lourdes, wenn man nach innerer Einkehr auf einer Wallfahrt strebt. <strong>St.Anna auf dem Breischen<\/strong> war den Rheinensern immer schon ein beliebter, naheliegender Pilgerort \u2013 und einkehren kann man da auch im Wirtshaus unmittelbar neben der Kapelle.<\/p>\n<p>Schon einmal auf Reisen in Rheines n\u00e4herer Umgebung, ist ein Besuch von <strong>Mesum und Elte<\/strong> sehr zu empfehlen.<\/p>\n<p>Und von dort bis Emsdetten ist es nur ein Katzensprung \u2013 oder ein \u00dcbersetzen mit der kleinsten Flu\u00df-F\u00e4hre des Landes.<\/p>\n<p>Im <strong>Emsdettener Venn<\/strong> geht es nat\u00fcrlich wie in jedem anst\u00e4ndigen Moor gruselig zu. Alle Arten von Moorgeistern sollen hier anzutreffen sein.<\/p>\n<p>Einigen besonders gruseligen Gespenstern von Emsdetten wurde am Markt-Brunnen sogar ein Denkmal gesetzt. Ein <strong>H\u00f6llenhund<\/strong> soll jeden Abend um <strong>10Uhr<\/strong> daf\u00fcr gesorgt haben, dass sich die B\u00fcrger zur Sperrstunde in ihren Betten befanden.<\/p>\n<p>Wollte man vor gut 300 Jahren von Hembergen zum Kloster Bentlage, so bot es sich an, mit der Emsp\u00fcnte \u00fcber den <strong>Flu\u00df<\/strong> zu fahren. Dabei gab es auf der zumeist ruhigen Passage viele Sehensw\u00fcrdigkeiten.<\/p>\n<p>Aberglaube war immer schon so eine Sache: auch in Bentlage schob man sein n\u00e4chtliches V\u00f6llegef\u00fchl lieber auf das Wirken einer sogenannten <strong>Nachtm\u00e4hr<\/strong> \u2013 als auf die Tatsache, Abends zu fett und zu viel gegessen zu haben.<\/p>\n<ol>\n<li>Reise durchs sagenhafte Rheine<\/li>\n<li>Rheine Riesen<\/li>\n<li>Stemwertsken<\/li>\n<li>Veits Pudel<\/li>\n<li>Schwarzes Brot<\/li>\n<li>Pottwieske<\/li>\n<li>Emssilber<\/li>\n<li>Wateringas<\/li>\n<li>Drei Kr\u00e4hen<\/li>\n<li>Widam\u00f6rken<\/li>\n<li>St.Anna auf dem Breischen<\/li>\n<li>Mesum &amp; Elte<\/li>\n<li>Emsdettener Venn<\/li>\n<li>Teinuhrshund<\/li>\n<li>Flu\u00dfreise<\/li>\n<li>Nachtm\u00e4hr<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nEs war einmal in Rheine&#8230; Immer schon war hier durch die Flussschifffahrt&hellip;\n<\/div>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/es-war-einmal-in\/rheine-sein-sagenhaftes-umland\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Rheine &#038; sein sagenhaftes Umland&rdquo;<\/span>&hellip;<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":47,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/174"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=174"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/174\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":196,"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/174\/revisions\/196"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/47"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sagenhafte-lieder-muensterland.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}